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Wir verbringen mit Ruth und Alfons – man glaubt es kaum –
ein verlängertes Wochenende in Russlands Hauptstadt Moskau.

Aber es gibt auch eine Geschichte vor der Geschichte:
Am 15. März 2013 übergeben wir unsere Unterlagen zur Einreichung eines Russland-Visums an die Visumagentur.

Diese Unterlagen benötigt man für die Visumerteilung:

Passbild:
1 - im EU-Format (nicht mit Tackerklammern befestigen)
Reisepass: im Original - mit 1 freien Seite
Gültigkeit des Reisepasses mindestens noch 6 Monate nach Ausreisedatum

Voucher:
Voucher mit Angabe der Aufenthaltsdauer in Kyrillisch - Einladung
Visumantrag vom Antragsteller online ausgefüllt und unterschrieben.
Versicherungsnachweis Kopie der Versicherungspolizze / Reisekrankenversicherung
( z.B OAFA - ÖAMTC Schutzbrief oder Ähnliches gilt nicht)
1 Versicherungskartenformular
Vorab 300 € für 2 Personen einzahlen, sollte alles kein Problem sein.

Doch bei uns kam es anders: Anfang April hatten wir unsere Visa noch immer nicht, weil die Visumagentur eine neuerliche Einladung des Hotels besorgen mußte (es gab von Seiten des Konsulats eine Änderung bez. der Einladung). Wir nutzten diese Zeit für einen Italien-Trip.

Ende April ein neuer Versuch, sollte angeblich nur 3 Tage dauern, doch wieder gab es Schwierigkeiten, mehrere Anrufe bei der Visumagentur blieben erfolglos, wir wurden immer wieder vertröstet. Am 13. Mai lagen unsere Nerven blank, noch immer keine Pässe, dann endlich der erlösende Anruf der Visumagentur, wir bekommen unsere Pässe am 16. Mai, gerade noch rechtzeitig.

Um 8 Uhr morgens, am 17. Mai 2013 geht's los, mit Bus, U-Bahn und Schnellbahn zum Flughafen, Abflug um 11.20 Uhr, Flugzeit 2.35 Std, Ankunft in Moskau 16 Uhr (Ortszeit).

Bei der Passkontrolle mußten wir ca. 1 Stunde warten, dann begann die Suche nach dem Airport-Train (Aeroexpress). Die Fahrt vom Flughafen bis zum (Bahnhof Paweletskaja - Павелецкая) dauert ca. 40 Minuten. Die Züge verkehren halbstündlich, Ticketpreis 320 Rubel (2013).

Wir wohnen im Hotel Maxima Slavia. Hier die genaue Fahrtbeschreibung:
Ab Bahnhof Paweletskaja geht es weiter mit der U-Bahn-Linie 2 (grün),
1 Station bis Nowokusnezkaja – Новокузне́цкая, dann umsteigen in die Linie 6 (orange),7 Stationen bis zur

Hotel Cosmos Station WDNCH, auch VdnK oder ВДНХ.
Dann durch die Unterführung zum gegenüberliegenden Hotel Kosmos, von hier fahren die Busse 76 und 172 zum Hotel Maxima Slavia in der Yaroslavskoje Shosse, gleich nach dem Autohaus BMW (auf der rechten Straßenseite) ist die Ausstiegstelle (Shkola 750 - ШКОЛА 750), ca. 11 Stationen. Dann ca. 280 m Richtung Hypermarkt, dann 2x rechts.

Es gibt aber auch die Möglichkeit den Shuttle-Bus des Hotels zu nehmen. Richtung Hotel fährt der Bus von der Ulica Kosmonavlov vor dem Hotel Kosmos ab. Um ca. 20 Uhr kommen wir im Hotel an.

Anhand dieser Beschreibung kann man die Größe der Stadt Moskau erahnen, unabhängig von weiteren Schwierigkeiten mit Sprache, der kyrillischen Schrift, der Unpünktlichkeit und den großen Distanzen zwischen den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Optik einiger Öffis wirkt nicht gerade vertrauenswürdig, und doch kamen wir immer an unser Ziel.

Moskau mit offiziell 10 Millionen Einwohnern ist schnell, schrill, laut, ungeschminkt, launisch und angeberisch und sehr sauber.

Allrussisches Ausstellungsgelände (WWZ) Все-выставочный центр России

Schon der Eingang zum Allrussischen Ausstellungszentrum markiert sowjetische Schaffenskraft. Das Gelände der einstigen Volkswirtschaftsausstellung der Sowjetunion ließ Stalin 1939 errichten. Weithin sichtbar die Statue Arbeiter und Kolchosebäuerin von Vera Muchina. Jede Sowjetrepublik bekam ihren Ausstellungspavillon mit typischen Architekturelementen. Seit 1990 wurden die Pavillons privatisiert. Hier befindet sich das

Raumfahrtmuseum –Kosmonautenmuseum

Hier, nahe der Metro-Station WDNCH steht das Denkmal 'Für die Eroberer des Weltraums' auf dem Dach des Gebäudes. Eine imposante Hommage an den russischen Sputnik: Die startende Rakete saust auf einem Feuerschweif aus poliertem Titanblech bis in 99 m Höhe.

Im Sockel des Raumfahrt-Denkmals befindet sich seit 2008 eine überraschend große Ausstellung über die Entwicklung der russischen Raumfahrt. Will man im Inneren fotografieren, muß man extra 200 Rubel bezahlen, Eintritt 200 Rubel. Di-So 10-18 Uhr , Prospekt Mira 111, Metro 6: WDNCH

Christ-Erlöser-Kathedrale/Chram Christa Spasitelja

Die wieder aufgebaute, leuchtend weiße Kathedrale, deren goldene Kuppeln von Weitem zu sehen sind, ist die wichtigste Kirche Russlands. Weihnachts- und Ostermessen werden hier vom Patriarchen persönlich gehalten. 1883 erbaut, aber 1931 ließ Stalin die Kirche sprengen. An ihrer Stelle sollte das achte Zuckerbäckerhochhaus entstehen, ein gigantischer, 315 m hoher Palast der Sowjets, gekrönt von einer Lenin-Statue. Doch verschiedene Probleme sorgten für einen Baustopp. Die schon ausgehobene Grube wurde später unter Chruschtschow als Schwimmbecken ausgebaut.

Ab 1994 begann der Wiederaufbau der Kathedrale im historischen Stil, größtenteils aus Spenden finanziert. Über 10.000 Gläubige finden in der Kirche Platz. Männer sollten beim Besuch der Kathedrale lange Hosen tragen und Frauen den Kopf, die Schultern und die Knie bedeckt halten. Es darf nicht fotografiert werden. Vor der Kathedrale steht seit 2007 ein 5 m hohes Denkmal für den Reformzaren Alexander II. Eine neue Fußgängerbrücke verbindet die Kathedrale mit dem anderen Moskwa-Ufer. Di-So 10-17, Mo 13-17 Uhr, ul. Wolchonka 15, Metro 1: Kropotkinskaja

Bolschoi-Theater - Большой

Bolschoi heißt groß. 1825 nahm erstmals Alexander I. in der eigenen Zarenloge Platz. Das neoklassizistische Gebäude der Architekten Ossip Bowe und Andrei Michailow mit seinen acht gigantischen Säulen und der Quadriga des Apolls entsprach dem imperialen Schwung des russischen Reichs. Seinen Ruhm begründeten im 19. Jhdt. Komponisten wie Pjotr Tschaikowski und Nikolai Rimski-Korsakow und Sänger wie Fjodor Schaljapin. Selbst in der Sowjetzeit blieb das Bolschoi z.B. mit Primaballerina Maja Plissezkaja ein Wahrzeichen Russlands. In der Zarenloge saß nun aber der Ballettliebhaber und Generalsekretär Leonid Breschnew. Teatralnaja pl. 2, Metro 2:

Lubjanka & Geheimdienstzentrale (Лубянка)

Lubjanka ist Synonym für den KGB und ein Begriff für das Grauen der Stalinschen Repressionen. Die Lubjanka verfügt über ausgedehnte Zellentrakte für politische Gefangene. In den Kellerräumen wurden seit 1920 mehrere 100.000 Menschen verhört und gefoltert. Das mächtige Gebäude, heute die Zentrale des Inlandsgeheimdienstes FSB, wurde 1900 mit Luxuswohnungen und Geschäften für eine Versicherungsgesellschaft gebaut und erst nach der Oktoberrevolution vom Staatssicherheitsdienst übernommen. Von 1920 bis 1991 war es das Hauptquartier, das zentrale Gefängnis und das Archiv des sowjetischen Geheimdienstes in Moskau. 1991 stürzten Demonstranten das Denkmal für KGB-Gründer Felix Dserschinski auf dem Lubjanka-Platz.

Alter Arbat - Старом Арбате

Der Arbat ist etwa 1 km lang, besteht seit dem 15. Jhdt. Seit Mitte der 80er Jahre ist der Alte Arbat Moskaus erste Fußgängerzone. Viele Cafes, Souvenirläden, Straßenmusikanten und fliegende Händler findet man am Alten Arbat. Der Arbat ist nicht einfach eine Straße, er ist eine Legende und jedes Haus hier ist Geschichte – so steht es in der Reiselektüre. Unsere Meinung: Der Arbat ist nicht zu vergleichen mit der Rua Augusta in Lissabon oder mit La Rambla in Barcelona.

Alexandergarten -Александровскийсад

Im Alexandergarten floss bis 1822 das Flüsschen Neglinnaja, Zar Alexander I. ließ einen Lustgarten anlegen. Am Grabmal des Unbekannten Soldaten im nördlichen Teil des Parks brennt eine ewige Flamme, stündlich wechselt die Ehrenwache. Einige Meter weiter ist eine kleine Grotte mit weißen Säulen zu sehen, im Inneren sieht man Reste von Häusern, welche beim Brand von 1812 zerstört wurden. 1966 wurde ein künstlicher Wasserlauf angelegt, der den Verlauf des Flusses Neglinnaja imitiert, hier rekeln sich Märchenfiguren und ein Springbrunnen mit Pferdeskulpturen.

Roter Platz - Красная Площадь, Krasnaja Ploschtschad

Der Rote Platz ist rechteckig und 70 m breit und 330 m lang. 1892 erhielt der Rote Platz seine elektrische Beleuchtung. Ursprünglich war es der schöne Platz, denn das heutige Wort für 'rot' heißt im Altrussischen 'schön'. Zu Zarenzeiten diente der Rote Platz als Markt- und Versammlungsplatz. Die Kommunisten funktionierten ihn zum Ort militärischer Paraden um. Abends ist der ganze Platz beleuchtet auch die roten Sterne an den Kremltürmen.

Lenin-Mausoleum - Мавзолей Ленина

Das 1930 entstandene Mausoleum, in dem der einbalsamierte Führer des Weltproletariats bis heute besichtigt werden kann, gilt manchen Moskauern als Ärgernis, ebenso wie die Gräber von Stalin und anderen Sowjetgrößen an der Kremlmauer.

Basilius-Kathedrale/Sobor Wassilija Blaschenogo - Собор Василия Блаженного

Vom anderen Ende des Roten Platzes her leuchten die bunt verspielten Zwiebeltürme der Basilius-Kathedrale, die als Symbol Moskaus gilt. Das einzigartige Wunderwerk war 1555-1560 zur Feier der Eroberung der Tatarenhauptstadt Kasan errichtet worden. Acht Kirchen, jede mit einer andersfarbigen und individuell dekorierten Kuppel gekrönt, umringen eine neunte Kirche in der Mitte. Der Grundriss bildet ein russisch-orthodoxes Kreuz. 400 Ikonen und alte Fresken zieren die hoch aufstrebenden Innenräume. Der Platz in Richtung Moskwa-Fluss wird scherzhaft Scheremetjewo III genannt, weil hier 1987 der deutsche Abenteurer Mathias Rust mit einem Sportflugzeug landete. Hier darf fotografiert werden. Mi-Mo 11-16 (Nov. bis April), 10-17 Uhr (Mai-Okt.), 1. Mo im Monat geschlossen.

Wir unternehmen eine Metro-Tour. Die Metro, mit ihren alten, prunkvollen Stationen ist schon eine Sehenswürdigkeit für sich. Die Stationen der Moskauer Metro sind aufgrund ihrer teilweise sehr anspruchsvollen Architektur als unterirdische Paläste bekannt. Der sozialistische Größenwahn hat hier mit voller Macht zugeschlagen und eine wahre Pracht hinterlassen.

Während der Stoßzeit fahren die meisten Linien in einem Abstand von 1,5 bis 3 Minuten, sonst alle 2 bis 4 Minuten. Die Züge der Metro verkehren zwischen 05:30 Uhr morgens und 02:00 Uhr in der Nacht.

Die Ansagen in Zügen, die in Richtung Stadtzentrum fahren, werden von einer männlichen und Fahrten in Stadtrandrichtung mit einer weiblichen Stimme getätigt. Bei langen Nord-Süd- bzw. Ost-West-Linien erfolgt der Stimmenwechsel an einer bestimmten, dem Kreml am nächsten liegenden Station. Auf der Ringlinie erfolgt die Ansage bei Fahrten im Uhrzeigersinn mit einer männlichen und in Zügen gegen den Uhrzeigersinn mit einer weiblichen Stimme.

Die Bahnhöfe liegen tief unter der Stadt, bis zu 4 Minuten dauert die Fahrt in die Tiefe der Moskauer Metro. Der Zugang zu den Bahnsteigen wird durch Zugangssperren geregelt, die das Durchqueren erst nach Anlegen einer Fahrkarte mit einem eingebauten Chip gestatten. Besonders auffallend ist, dass sich nicht eine Absperrung öffnet, sondern der geöffnete Zugang gesperrt wird, wenn man versucht, ohne Ticket zu passieren.

Die Hauptschwierigkeit beim Umsteigen besteht darin, dass die Umsteigestationen der einzelnen Linien unterschiedlich heißen. Deswegen ist es wichtig, sich den Namen der gewünschten Station sowie der entsprechenden Linie zu merken. Außerdem sind die Wege zwischen den jeweiligen Umsteigmöglichkeiten sehr lang. Auch gibt es bei diesen Knotenpunkten mehrere Ausgänge. In den oft überfüllten U-Bahnen herrscht ein recht hektisches Treiben.

Mit 53,5 m ist die WDNCH-Station eine der tiefsten Stationen der Moskauer Metro. Sie wurde nach einem Projekt der Architekten I. Gocharai-Charmandarjan, J. Tscherepanow, Iwan Taranow und Nadeschda Bykowa erbaut.

Kreml - Кремль

Am Ufer des Flusses Moskwa erhebt sich umringt von hohen Mauern aus Backstein das Machtgebilde der russischen Regierung, der Kreml. Der Kreml ist das Stadtzentrum, das durch Mauern vor äußeren Angriffen geschützt wird.

1147 gab es noch keinen Kreml, sondern nur eine kleine Siedlung auf einem 40 m hohen Hügel zwischen den Flüssen Moskwa, Neglinnaja und Jausa. Erst 1156 wurde an dieser Stelle ein Kreml errichtet. Diese Kremlmauer aus Holzpalisaden bot kaum Schutz. Erst Großfürst Iwan Kalita konnte sich 1326 die erste steinerne Kirche für den Kreml leisten. Die prächtigen Kremlkirchen und Paläste wurden von Italienischen Baumeistern erbaut. Der Kreml ist nicht nur die Keimzelle Moskaus, sondern auch des russischen Reichs. In ihm und seiner Architektur konzentrierten sich militärische Macht, Glaube und Reichtum.

Haupteingang mit Ticketschalter vor der Dreifaltigkeitsbrücke am Dreifaltigkeitsturm, Fr-Mi 10-17 Uhr, 300 Rub.

Kremlmauer

1366, konnte Großfürst Dmitri Donskoi Mauern rund um den Kreml finanzieren. Unter Iwan III. entstand ab 1485 auch die bis zu 9 m hohe und bis zu 6,5 m dicke, zinnenbewehrte Mauer aus rotem Backstein. Sie misst 2235 m und besitzt 20 Wehrtürme. Seit 1937 haben die Türme rubinrote Sowjetsterne an der Spitze, die mit bis zu 4 m Durchmesser nachts weithin leuchten und anzeigen, wo das Zentrum Russlands liegt.

Erlöserturm/Spasskaja Baschnja

1491 wurde der Erlöserturm in der Kremlmauer gebaut, der es nach einer späteren Ausbaustufe heute auf 71 m Höhe bringt samt Rubinstern. Seinen Namen trägt er nach einer Christus-Ikone über dem Tor, einst der Haupteingang zum Kreml. Der Minutenzeiger am Ziffernblatt ist sagenhafte 3.28 m lang.

Manege - манеж

Die Manege, die sich direkt an den Alexandergarten anschließt, diente 1817 erst als Reitstall des Kreml, wurde aber schon seit 1831 als Ausstellungs- und Konzertsaal genutzt. Nach 1917 beherbergte sie den Kremlfuhrparks. Vor der Manege steht ein Pferdebrunnen von Bildhauer Surab Zereteli, dessen vier Rösser in Richtung Kreml galoppieren.

Auferstehungstor/Woskressenski Worota

Das Aufersehungstor gibt zwischen dem roten Backsteingemäuer den Blick auf den Roten Platz frei. Errichtet 1534, ließ Stalin es 1931 abreißen, weil es bei Militärparaden störte. 1994 wurde das Tor wieder aufgebaut.

Kaufhaus Gum - камедь

Das Kaufhaus GUM, das den Roten Platz gegenüber dem Kreml abschließt, war 1893 mit seinen luftigen Glaskuppeln der größte und modernste Konsumtempel der Welt. Wetterunabhängiges Shoppen war im kalten Russland damals schon wichtig. Gebaut wurden die einst sogenannten Oberen Handelsarkaden auf Anweisung des Zaren, 1921 wurden der Bau verstaatlicht und GUM („Staatliches Universal-Magazin“) genannt. Zeitweise waren hier auch Behörden untergebracht. Zum Ende der Sowjetunion reduzierte sich das Warenangebot allerdings auch hier auf Gurkengläser. Mittlerweile ist im GUM auf 80000 m² von Edelkosmetik bis zu Pelzen und Golduhren wieder alles zu finden. Es gibt aber auch günstige Cafes und Restaurants im Inneren. Tgl. 10-22 Uhr

Minin- und Poscharski-Denkmal

Fast wichtiger als Lenins Mausoleum scheint inzwischen so manchem Moskauer Bürger das Denkmal für Kusma Minin und Fürst Dmitri Poscharksi vor der Basilius-Kathedrale. Die beiden organisierten 1612 einen siegreichen nationalen Aufstand gegen die polnischen Besatzer im Kreml.

Dreifaltigkeitsturm/Troitskaja Baschnjam - Троицкая Baschnja

Er ist der wichtigste und mit 76 m auch der höchste der Kremltürme und gilt als Gegenstück zum Erlöserturm. Der Dreifaltigkeitsturm birgt den Hauptbesuchereingang zum Kreml und führt über die Dreifaltigkeitsbrücke in den Alexandergarten.

Mariä-Entschlafens-Kathedrale/Uspenski Sobor - Успенский собор

Der ab 1470 gebauten Krönungskirche der Zaren ist der italienische Renaissanceeinfluss anzusehen. Fresken von 1481 sind an der Altarwand erhalten, die prächtige Ikonostase entstand 1653. Hier wurden Metropoliten und Patriarchen geweiht - und bestattet. Zu besichtigen ist auch ein prunkvoller Thron Iwans des Schrecklichen.

Erzengel-Kathedrale/Archangelski Sobor - Архангельскийсобор

Die Erzengel-Kathedrale ist die Grabstätte der Moskauer Großfürsten und Zaren, von den Rurikiden - der Herrscherfamilie, der Iwan IV., der Schreckliche, angehörte - bis zum Haus Romanow. Iwan IV. und seine zwei Söhne ruhen im Altarbereich. 1917 wurde die Kirche durch Beschuss beschädigt und geschlossen. Seit 1955 ist sie als Museum zugänglich.

Mariä-Verkündigungs-Kathedrale/Blagoweschtschenski Sobor - Благовещенский собор

Iwan III. gab die Kathedrale Ende des 15. Jhdt bei russischen Baumeistern aus Pskow anstelle einer Holzkirche in Auftrag. Iwan der Schreckliche, der wegen seiner fünften Heirat Kirchen nicht mehr betreten durfte, ließ der Legende nach einen kleinen Anbau errichten, um von dort aus dem Gottesdienst beizuwohnen. Der gesamte Innenraum ist mit Fresken ausgestattet.

Gewandniederlegungs-Kirche/Tserkow Risopoloschenija - Ризоположения Церковь

Die zur gleichen Zeit gebaute Gewandniederlegungs-Kirche war die Hauskirche der Patriarchen von Moskau. Auf der Ikonostase von 1627 ist dargestellt, wie das Gewand Marias aus Palästina nach Konstantinopel gebracht wird.

Glockenturm 'Iwan der Große' - Колокольня Иван Великий

Der Turm von 1505 ist 81 m hoch und steht auf dem 40 m hohen Kremlhügel. Von hier konnte Zar Iwan der Schreckliche ganz Moskau überblicken. Höher durfte nicht gebaut werden.

Rechts vom Turm steht die gewaltige Zaren-Kanone von 1586, die mit einem Kaliber von 120 cm über 5 m lang und 39 t schwer ist. Die Wunderwaffe hat aber noch nie einen Schuss abgegeben. Ebenso wie die Zaren-Glocke links vor dem Glockenturm niemals läutete, weil bei einem Brand im Jahr 1737 ein mächtiges, 12 t schweres Stück davon absprang.

Kongresspalast

Der Glas-Beton-Klotz mit über 5000 Plätzen für Parteitage und Volkskongresse wurde 1961 rücksichtslos einfach in den Kreml hineingestellt. Heute werden hier öfter Popkonzerte mit internationalen Stars veranstaltet.

Patriarchen-Palast

Der Palast wurde 1653 für die Heilige Synode und den Patriarchen Nikon gebaut, der mit seinen Kirchenreformen zur Abspaltung der Altgläubigen beitrug. Er beherbergt zwei Kirchen, Mönchszellen und eine Halle, in der Salböl zubereitet wurde.

Obwohl es aus Furcht vor Terroranschlägen kaum Mülleimer im Stadtzentrum gibt, die als Bombenversteck dienen könnten, ist die Innenstadt extrem sauber. Mehrmals täglich sieht man Kehrmaschinen bzw. Sprühwagen in Moskaus Altstadt fahren.

Kreml in Ismailowo - Измайлово

Der Kreml in Ismailowo ist ein Disneyland russischer Geschichte und russischen Kunsthandwerks. Hinter den weißen Kremlmauern stehen in einem großen Innenhof Blockhäuser im altrussischen Stil, in denen Souvenirgeschäfte und Museen russische Volkskostüme, Märchen, Glocken und Spielzeuge präsentieren. Der hölzerne Zarenpalast von Kolomenskoje, der als achtes Weltwunder galt, ist im Kreml von Ismailowo beeindruckend neu aufgebaut worden. Die Szenerie belebt historisch kostümiertes Personal. So steht es im Reiseführer! Jedoch, das Ganze wirkt sehr heruntergekommen, kann man getrost auslassen.

Am 21.5. ist leider schon wieder alles vorbei, wir nehmen zum Abschied noch ein Bier mit unseren Freunden Ruth und Alfons. Unser Abflug soll um 16.30 Uhr sein. Viel zu spät machen wir uns auf den Weg zum Flughafen. Es wird empfohlen bis zu 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, wir kommen erst um 15.30 Uhr zum Check-In. Doch kein Problem, es geht alles ruckzuck, laut Bordkarte beginnt das Boarding um 15.45 Uhr auf Gate 4, schnell noch aufs WC. Währenddessen wurde unser Gate von 4 auf 8 geändert, wir schaffen es aber doch noch, denn die Boarding-Time begann erst um 16.15 Uhr, der Abflug um 16.30 Uhr war aber trotzdem planmäßig und um 17.10 Uhr Ortszeit hatten wir wieder Österreichischen Boden unter den Füssen.

Zum Schluß: 4 Tage Moskau, mit deutlich mehr Höhen als Tiefen, mit wunderschönem, sonnigen Wetter, mit vielen Emotionen und jeder Menge Kultur. Wir haben diese Zeit genossen und werden die Erinnerung daran - vielleicht auch mit Unterstützung dieses Reiseberichtes - nie vergessen.