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WAGNER`s REISEN:   Kroatien - Istrien

Im Juni 2013 war eigentlich eine Rundfahrt durch Österreich geplant. Leider gab es zu dieser Zeit österreichweit Unwetter mit Hagel und Murenabgängen. Und da wir eigentlich keinen Abenteuerurlaub machen wollten, haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen nach Kroatien zu fahren.
Ein paar Tage haben wir in unserem Lieblingsbundesland Kärnten verbracht, dann kaufen wir einen Wohnmobilreiseführer für Kroatien und los geht's.

Unser Weg nach Kroatien führt uns durch Unterkärnten, über den Seebergsattel (Uschi ist speiübel), durch Slowenien. In Slowenien ist Vignettenpflicht (15 € für 7 Tage). Wir fahren hauptsächlich Autobahn um schnell vorwärts zu kommen. Über Koper und Portoroz bis zu den Salinen von Secovlje, dort fahren wir über die Grenze zwischen Slowenien und Kroatien. Der Grenzer schaut sich unsere Pässe an, dann das Auto, und fragt: 'Was ist das?' mit einem sagenhaft dämlichen Gesichtsausdruck, das Wort 'Camping' genügt ihm aber dann doch und er lässt uns ohne weitere Kontrolle weiterfahren.

Unser erstes Ziel in Kroatien soll Umag sein. Wir finden das Tourist-Büro, wechseln unsere € in Kn (Kuna). Los geht's mit der Campingplatzsuche.
Wir haben die riesige Anlage Camping Park Umag gefunden, größtenteils schattenlos. Doch das Meer ist nicht so toll, leider riecht (stinkt) es nach roten Algen, das Wasser trüb und fast brackig. Gut - hier bleiben wir nicht lange.

Also am nächsten Tag weiter Richtung Rovinj. Hin und her wird überlegt ob wir wirklich einen Campingplatz nahe einer Stadt anfahren sollen, vielleicht ist auch dort das Meer nicht so sauber. Andererseits bietet gerade Rovinj mit dem Campingplatz Porton Biondi die Möglichkeit das Sonnenbaden mit einer Stadtbesichtigung zu vereinen.

Also verbringen wir die nächsten 3 Tage hier in Rovinj. Der Campingplatz Porton Biondi ist gut ausgestattet, in der Vorsaison gibt es zwar keine Einkaufsmöglichkeit am Platz, morgens kommt aber der Bäcker mit süßen Versuchungen. Ca. 50 m vom Platz entfernt gibt es aber auch eine Bäckerei, Cafe und Restaurant. Auch am Platz selbst haben wir das sehr gute Restaurant probiert. Free W-lan und natürlich die sehr kurze Distanz von ca. 1,7 km ins Stadtzentrum von Rovinj sprechen außerdem für diesen Platz.

Rovinj/Rovigno, ist eine Stadt in Kroatien an der Westküste der Halbinsel Istrien. Rovinj hat eine bewegte Vergangenheit: Byzantiner, Langobarden, Franken, Venezianer, die Habsburger und die Jugoslawen reichten sich den Schlüssel zur Stadt. Die auf einem Hügel erbaute Altstadt mit den verwinkelten Gasserln mit ihrem romanisch-gotischen Stadtbild verfügt über zahlreiche Elemente aus Renaissance, Barock und neoklassizistischen Bauten.
Ein Bummel durch die Altstadt lohnt, die Kirche der heiligen Eufemija, das alte Stadttor Balbi, der Rote Uhrturm mit venezianischem Löwen und dann schlußendlich der sagenhafte Sonnenuntergang.

Weiter geht's nach Vodnjan, ehemals Dignano. Der Ort ist offiziell zweisprachig, italienisch und kroatisch. In der Kirche von Vodnjan befindet sich die zweitgrößte Reliquiensammlung Europas, zu denen auch die berühmten 3 Mumien von Vodnjan gehören. Da es aber Sonntag ist, haben wir wieder mal Pech, keine Mumien für uns, denn es ist Messe.

Hier im 'Landesinneren' sieht man überall diese kleinen Steinhäuschen, so wie man sie auch aus Italien kennt, hier heißen sie aber nicht Trulli sondern Kazuni. Ein Kazun ist ein aus Natursteinen aufgeschichtetes Häuschen, es wird kein Bindemittel verwendet, bot den Schäfern und Tieren Schutz vor dem Wetter.

Pula liegt an der Südspitze der istrischen Halbinsel und hat eine 7000jährige Geschichte anzubieten. Wir parken unsere Travelbox direkt vor dem großen Amphitheater. Das Theater, welches unter Kaiser Augustus erbaut und unter Kaiser Vespasian erweitert wurde, hat eine Größe von 133 x 105 m und bot etwa 23.000 Menschen Platz. Die Fassade des Theaters ist 32,5 m hoch. Der Sergierbogen wurde zur Erinnerung an den Sieg Octavians in der Schlacht bei Actium erbaut. Weiters haben wir am alten Forum den Augustustempel und das Rathaus besichtigt. Auch Pula war einst österreichischer Kriegshafen.

Auf dem Weg nach Rabac kommen wir durch Labin. Diese Stadt liegt nahe der Ostküste der istrischen Halbinsel auf halber Strecke zwischen Pula und Opatija. Der älteste Stadtteil von Labin hat seinen mittelalterlichen Festungscharakter mit dem Stadttor St. Florus und dem Altstadtplatz Titov Trg bis heute bewahrt und ist hervorragender Ausgangspunkt für einen Rundgang.

Jetzt sind es noch 5 km nach Rabac, Feriengebiet an der Kroatischen Ostküste. Sehr große Ferienanlage samt Campingplatz Oliva und 3 Hotels. Wunderbarer Strand und eine sehr lange Promenade führt an Ferienwohnungen, Hotels, Restaurants und Souvenirshops vorbei, das ist alles.

Nach 2 Tagen Sonne, Strand und Meer fahren wir durch 'Altösterreich' mit den Orten Mosenicka Draga, Lovran und Opatija wieder Richtung Heimat.