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Aer Lingus ist eine Billigfluglinie, kein Service inkludiert, selbst das Glas Wasser kostet 2.20 €, aber sie bringt uns sicher in 2:20 Stunden nach Dublin, wo wir dieses Jahr unsere Freunde Ruth, Alfons und Werner treffen.

Vom Flughafen Dublin nehmen wir den Bus Nr. 16 für 2.65 € pro Person. Die Fahrt ins Zentrum dauert zwar etwas mehr als eine Stunde, dafür fährt man aber auch durch die Vororte von Dublin und nicht über die Autobahn, sehr reizvoll und interessant.

Flug und Hotel inkl. Frühstück 590,97 € vom 25. Mai bis 29. Mai 2012

Wir wohnen im Hotel 'The Castle' (1809) in der Great Denmark Street oder doch in der Gardiner Row, wir haben nicht wirklich herausbekommen welche Adresse die richtige ist.

Das Castle Hotel besticht durch seinen georgianischen Stil mit original erhaltenen, geschwungenen Treppen, Kristallkronleuchtern, antiken Spiegeln und Marmorkaminen und dicken Teppichen, man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Man kann sich aber auch leicht verirren, es gibt mehrere Stiegenhäuser um in die verschiedenen Teile des Hotels zu gelangen.

Das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit, auch in sehr frühen Morgenstunden.

Wir kommen um 15.40 Uhr im Hotel an und werfen uns gleich ins Getümmel, und das im wahrsten Sinn des Wortes. Das Wetter ist schön und warm und so verbringt halb Dublin den Tag im Freien. Überall wuseln die Leute schnellen Schrittes dahin, alle Tische vor den Lokalen und Bars sind besetzt, wer keinen Sitzplatz bekommt steht einfach mit Freunden plaudernd vor dem Lokal und konsumiert sein Guinness. Der erste Eindruck welchen Dublin in uns weckt, ist also sehr positiv, freundlich, entspannt, südländisches Flair umgibt uns.

Abends waren wir in der Bar 'The Celt' in der Talbot Street, mit Live-Music, die Preise sind im Gegensatz zu den Pubs, die direkt im Temple Bar liegen, günstig (Irish-Stew 9.95 €), entspannte Atmosphäre, freundliche Bedienung.

Am Morgen des 26. Mai 2012 kaufen wir das 2-Tages-Ticket für den Dublin City Hopp-on Hop-off Bus um 16 € pro Person und los geht's. Alle Fahrer sind sehr gut geschult und geben kurzweilige Informationen über die Stadt, das Land sowie die Menschen.

Wir fahren die O'Connell Street entlang, an der Spire (eine ca. 120 Meter hohe Metallsäule) vorbei, überqueren den Fluss Liffey, sehen das Trinity College, werfen einen Blick auf Molly Malone, weiter über den Merrion Square mit den berühmten 'Dublin Doors', durch das Temple Bar Viertel, am Dublin Castle vorbei. Weiters sieht man auf dieser Tour die Kirchen Christ Church und St. Patrick's Church, kommt beim Guinness Storehouse vorbei und bei Kilmainham Gaol (ehemaliges Gefängnis). An der Houston Railstation geht's nach links zum Phoenix Park und weiter die Liffey entlang am National Museum vorbei. Ein weiterer Haltepunkt ist die Old Jameson Distillery und wir sehen den Kuppelbau der Four Courts (Sitz des Obersten Gerichtshofs).

Nach der Bustour gehen wir über die O'Connell-Bridge und beobachten die waghalsigen Sprünge der Iren in den Fluss Liffey.

Wir kommen beim Trinity College vorbei, welches 1591 von Königin Elisabeth I. gegründet wurde. Jonathan Swift und Oscar Wilde uvm. haben hier studiert.

Wir gehen weiter um der berühmten Molly Malone die Ehre zu erweisen. Ein Liedlein wurde nach ihr und ihrer Tätigkeit benannt - Cockles and Mussels (Herzmuscheln und Miesmuscheln).

Dann machen wir ein Spaziergang durch das berühmte Temple Bar Viertel. Im Gegensatz zu den umgebenden Stadtvierteln hat Temple Bar sich seine frühneuzeitlichen Straßenzüge mit vielen engen kopfsteingepflasterten Gassen erhalten, alles sieht freundlich und einladend aus. Wir schlendern durch die South City Market Arcade mit vielen kleinen Läden. Werfen einen kurzen Blick in den Innenhof von Dublin Castle. Dublin Castle wurde zwischen 1202 und 1228 am Standort eines alten Wikingerforts als normannische Festung erbaut.

Weiter an der Christ Church vorbei zur St. Patrick's Cathedral. St. Patrick's Cathedral - von den Normannen im Jahre 1191 erbaute Steinkirche, im 13 Jhdt erneuert, sie ist größte Kirche des Landes. 'Jonathan Swift' war hier Dekan. Wie heutzutage überall schon üblich, muß man auch hier Eintritt bezahlen. Erwachsene 5.50 €, Senioren 4.50 €

Zu Abend essen wir im The Parnell Mooney, 74 Parnell Street, Dublin 1, Burger, Chicken mit handgemachten Pommes zu moderaten Preisen.

27. 5. 2012 - Wir haben uns für den heutigen Tag einiges vorgenommen, wir fahren mit dem Hopp-on Hopp-off Bus und steigen an der Station Nr. 15 aus um das Kilmainham Gaol (Gefängnis), welches 1796 eröffnet wurde, anzusehen.

Also ab in den Knast mit uns. Fast alle Führer des irischen Unabhängigkeitskampfes waren hier eingesperrt. Aber auch viele Kinder wurden hier wegen geringfügiger Vergehen eingesperrt. Der Guide zeigt uns mehrere Zellen berühmter Insassen, auch die Sonderzelle von Charles Stewart Parnell, die sich eindeutig in Größe und Ausstattung (kann man bei den anderen Zellen überhaupt von Ausstattung sprechen?) unterscheidet.

Die große Halle stammt aus der viktorianischen Zeit und ist oval. Dies verschaffte den Wärtern einen besonders guten Überblick über die Häftlinge von jedem Standpunkt aus. 22 Stunden am Tag mussten die Gefangenen hier still sein und hatten keinerlei Recht auf Privatsphäre. 1924 wurde das Gefängnis geschlossen, seit 1960 Museum, hier wurden auch schon viele Filme gedreht. Eintritt 5 € Öffnungszeiten: Mo - Sa 10:00 - 17:00 Uhr

Anschließend besuchten wir das Guinness Storehouse, Eintritt 13.40 €, Senioren 10,50 € mit Ermäßigungsbon.

Das heutige 7-stöckige Besucherzentrum war einstmals eine Guinness-Gäranlage, mit dem Audio-Guide wird man Schritt für Schritt durch den Brauprozess geführt. Guinness ist eine dunkle Biersorte. Ein Guinness wird nicht einfach ins Glas gegossen, sondern in zwei Etappen gezapft. Denn der dunkle Gerstensaft ist kein Bier, sondern ein 'stout', gebraut aus Wasser, Gerste, Hopfen, Hefe, ohne Malz. Echte Zapfprofis setzen noch einen oben drauf: Mit dem Zapfhahn wird ein irisches Kleeblatt in den frischen, festen Schaum gemalt.

Das Guinness wird von der Brauerei Guinness hergestellt, die von Arthur Guinness im Jahr 1759 in Dublin gegründet wurde. Die Gerste wird gemälzt, gemahlen, mit heißem Wasser vermischt und gemaischt, anschließend gefiltert und mit Hopfen gekocht, dann wird Hefe zugegeben, jetzt beginnt der Gärungsprozess. Dann wird das Bier geklärt, gereift und abgefüllt. Die Herstellungstour zeigt uns auch das alte Handwerk der Faßherstellung.

Da es sich ja um ein Museum handelt kann man auch viel Interessantes über Werbung und Sponsoring sehen und man wird auch auf die Gefahr des Alkohols im Zuge eines Trink-IQ-Quiz hingewiesen. Dann dürfen wir aber doch herrlich kühles Guinness probieren. Entweder man löst seinen Gutschein im 5. Stock bei einem kleinen Snack ein, oder im 7. Stock mit einem 360°-Blick über Dublin und Umgebung.

Weiter geht unsere Dublin-Tour in den Stadtteil Smithfield, wo sich die Old Jameson Distillery befindet. Über 200 Jahre (bis 1970) wurde hier Whiskey produziert. Bei einer Guided-Tour lernt man alles über den beliebten Whiskey.

Irischer Jameson Whiskey besteht aus Wasser, Gerste und Malz. Die Gerste wird getrocknet (gemälzt), dann werden Gerste und Malz zu grobem Mehl vermahlen. Im Maischbottich wird bei 63° die Speisestärke der Gerste in fermentierbaren Zucker umgewandelt. Die dadurch enstehende 'Würze' wird mit Hefe versetzt und in ca. 80 Stunden vollständig in Alkohol umgewandelt. Dann geht's weiter zur Destillation, dazu wird die Gärbrühe in Brennblasen aus Kupfer so lange erhitzt, bis der darin enthaltene Alkohol verdampft. Jameson Whiskey wird 3 mal destilliert. Ernst und einige andere Gäste dürfen nach der Führung Whiskey testen und seither ist Ernst ein Qualified Irish Whiskey Tester samt Urkunde.

Und ausch hiea - hick's - düafeeen wiaaaa pobiern. yeah!

Wir kaufen ein Flasche 3fach destillierten Jameson Whiskey um 24.50 €, und in Wien bemerken wir, dass man dafür nur 16.99 € bezahlt. Eintritt 9.10 € für beide mit Ermäßigung.

Zum Abendessen machen wir uns auf den Weg ins Temple Bar Viertel und besuchen das Old Storehouse. Es war Sonntagabend und sehr voll, aber es wurde trotzdem noch ein Platz für uns gefunden im oberen Teil, in dem die Live-Musik nicht ganz so laut war und man sich daher auch unterhalten konnte. Service sehr gut und freundlich.

Temple Bar's Bangers and Mash, Irish pork sausage and creamy mash, served with ale gravy and herbs, 8.95 € für Ernst mit Gutschein und Steamed Fresh Mussels, in a creamy white wine sauce with garlic bread and chunky chips 12.95 €.

Am Montag, 28. Mai 2012 haben wir ein 'Early Morning Breakfast', denn wir machen eine Bustour nach Glendalough und Kilkenny. Preis 30 € pro Person. Collins Day Tours holt uns um 8.45 Uhr ab und unsere Fahrt durchs grüne Irland beginnt.

Glendalough ist ein Tal in den irischen Wicklow Mountains, 40 km südlich von Dublin. Der Name leitet sich von irisch Gleann Da Loch ab und wird mit 'Tal der zwei Seen' übersetzt. Die mystische Romantik von Glendalough ist deutlich zu spüren. Ganz in der Nähe des oberen Sees, genannt Upper Lake erkennt man noch die Reste eines 'Ringforts'. Das Caher von Glendalough wurde später vermutlich als Haltepunkt für die Gebete der Pilger zu den Ruinen von St. Kevin's Kloster genutzt. Nach einer kleinen Wanderung sehen wir das auffälligste Monument der Klosteranlage, den 33 Meter hohen Rundturm. Das Kloster stammt aus dem 6. Jhdt, bestehend aus einigen Klosterruinen und einem Friedhof mit dem St. Kevin's Cross.

Weiter geht die Fahrt durch's grüne Irland, es zeigt sich von seiner schönsten Seite, nämlich mit strahlendem Sonnenschein. Die Straße führt uns dann über einen wildromantischen Pass durch die 'Wicklow Mountains' nach 'HOLLYWOOD'. Ja ihr habt richtig gelesen, Hollywood liegt in Irland, dann weiter über die Autobahn nach Kilkenny.

Leider verschlechtert sich jetzt das Wetter, mit unserem Guide machen wir einen raschen Besuch durch die Straßen von Kilkenny, es sieht nach Regen aus und es ist etwas kühl. Wir essen zu Mittag in Lanigan's Bar in der Rose Inn Street, vorzügliche Garlic Mushrooms, und das Kilkenny, braun mit einem leichten Rotton mit starker Schaumkrone war einfach herrlich.

Siehe da, die Sonne scheint wieder und so können wir jetzt durch die Straßen von Kilkenny schlendern. Kilkenny besitzt einen gut erhaltenen, mittelalterlichen Stadtkern mit kleinen Gässchen. Wir sehen die Black Abbey, bereits im Jahr 1225 wurde diese Dominikaner-Abtei vom Earl of Pembroke gegründet. Das Rothe House, ein renoviertes Kaufmannshaus aus dem 16. Jhdt. im Tudor-Stil erbaut und natürlich Kilkenny Castle.

Das Kilkenny Castle enstand als ca. 1172 Richard de Clare, eher bekannt als Strongbow, an heutiger Stelle einen Holzturm errichtete und war bis 1935 noch bewohnt. Sein Sohn ließ dann ein Steinschloss mit 4 Türmen errichten. Kilkenny Castle ist das Wahrzeichen der Stadt und auch eine beliebte Touristenattraktion. Um das Schloß herum befindet sich eine idyllische Parkanlage. Auch die Toilettenanlage ist sehenswert.

Gegen 18 Uhr sind wir wieder in Dublin und machen uns gleich auf den Weg in die Talbot Street um im O'Sheas unser letztes gemeinsames Abendessen einzunehmen.

Am 29. 5. 2012 müssen wir zeitig raus aus den Federn, Weckruf um 4.00 Uhr, Frühstück um 4.30 Uhr, um 5.00 Uhr mit dem Taxi zum Flughafen. Der Taxifahrer war sehr gesprächig, er erzählte uns viel über Land und Leute und jetzt wissen wir, dass wir höchstwahrscheinlich während unseres Aufenthaltes den irischen Hochsommer geniessen durften. So warmes Wetter gibt's nicht alle Tage.

7.10 Uhr geplanter Abflug, hat nicht so ganz geklappt, und doch kamen wir mit nur 10-minütiger Verspätung in Wien an.

Wir haben festgestellt, Dublin ist eine Reise wert! Die zahlreichen Pubs und die Livemusik vermitteln der Stadt eine tolle Atmosphäre.

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