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Ein verlängertes Wochenende in Budapest
mit Ruth, Alfons und Werner vom 11. Juni bis 14. Juni 2011

INFO:

    Budapest, ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt der Republik Ungarn. Mit etwa 2 Mio EW (Stand Juni 2011) ist Budapest die achtgrößte Stadt der Europäischen Union. Budapest entstand 1873 durch die Zusammenlegung der zuvor selbständigen Städte Buda (Ofen), Obuda (Alt-Ofen) und Pest. Die Stadt liegt an der Donau, die an dieser Stelle das ungarische Mittelgebirge verlässt und in das ungarische Tiefland fließt. Die höchste Erhebung in Budapest ist der 527 m hohe Janos-Berg (ungar. Janoshegy). Weitere Budaer Berge sind der Gellertberg, der Burgberg (Varhegy), der Rosenhügel (Rozsadomb), der Sonnenberg (Naphegy), der Adlerberg (Sashegy), der Martinsberg (Martonhegy), der Schwabenberg (Svabhegy) und der Szechenyiberg. Geotektonisch gesehen liegt die Stadt auf einer Bruchstelle, deshalb ist besonders Buda so reich an Thermalquellen.


    Wir fahren am 11. Juni um 4.30 Uhr mit dem Auto von Wien nach Budapest. Kommen um 7.48 Uhr nach 256.6 km, am Flughafen Ferihegy in Budapest an.
Ruth, Alfons und Werner landen um 8.36 Uhr/Terminal 2A. Schöööön!!! Euch wiederzusehen!!!!


    Anschließend packen wir unsere Freunde ins Auto, und los geht die Fahrt zum Hotel Benczur, 1068 Budapest, Benczur utca 35. In der Benczur utca befindet sich auch die Österreichische Botschaft. Das Hotel liegt sehr gut für unsere Stadtbesichtigung, nur 5 Minuten Fußweg entfernt von der Metro Station (M1, Hösök Tere-Heldenplatz), nahe der zum Weltkulturerbe gehörenden Andrassy Allee (ut).


    Die 'Millenniums-U-Bahn' (M1) von Budapest ist die zweitälteste U-Bahn der Welt und wurde 1896 in Betrieb genommen. Jahrzehnte später kamen noch zwei mit Hilfe der Sowjetunion gebaute Linien dazu (M2, M3), das gesamte Netz ist 33 Kilometer lang und hat 42 Stationen. Auf der M1 fahren derzeit nur im Jahr 1973 gelieferte Wagen, sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 60 Km pro Stunde. Es rattert und quietscht, mittendrin erfolgen die Stationsansagen, die mit einem einprägsamen Glockenlaut eingeleitet werden, in jeder Station ertönt ein lautes Abfertigungssignal. U-Bahn-fahren in Budapest ist eine laute Angelegenheit.

/2 Stunden Travel Card


Wir haben uns für das 72 Stunden Ticket
zum Preis von 1925 HUF pro Person entschieden,
damit kann man alle öffentlichen Verkehrsmittel benutzen.





    Los geht's. Am Weg zur Metro kommen wir am Hösök tere, dem Heldenplatz vorbei. Wir sehen das Millenniums- und das Heldendenkmal, umgeben von der Kolonnade mit Standbildern von Herrschern und bedeutenden historischen Gestalten Ungarns. Dieses Denkmal erinnert an die Helden der ungarischen Geschichte. Die rund 40 Meter hohe Säule ist weit sichtbar und trägt ganz oben das Abbild des Erzengels Gabriel.


    Die große Markthalle Nagy Vasarcsarnok (M1, Strassenbahn 2)

Nagy Vasarcsarnok

basiert auf einer Stahlkonstruktion, die an der Fassade mit bunten, glasierten Ziegeln eingekleidet ist. Im oberen Stockwerk gibt es mehrere preisgünstige Restaurants, verkauft werden hier hauptsächlich Kunsthandwerk und Souvenirs, im Erdgeschoß werden Lebensmittel aller Art verkauft. Wir kaufen ungarischen Wein - Tokaji 4 puttonyos. Zur Herstellung dieses Weines werden edelfaule Trauben mit verschiedenen Rebsorten gemischt und mit Most und Jungwein in 25 kg fassenden Bütten (puttony) vergoren. Bei einem Tokaji 4 puttonyos werden auf 136 Ltr. Traubenmost 100 kg Trauben beigemischt, dadurch entsteht ein süßer Wein mit einem Restzuckergehalt von 60 bis 90 gr/Ltr. Lagerung ca. 5 bis 6 Jahre.


    Die Freiheitsbrücke (ungarisch Szabadsag hid) verbindet den Budaer Szent Gellert ter mit dem Pester Kleinen Ring.


    Die 1926 nach dem Vorbild von Lourdes errichtete Grottenkirche Sziklatemplom Palos Fogadoközpont am Südhang des Gellertbergs, nach dem 2.Weltkrieg hielt Kardinal Jozsef Mindszenthy hier seine Predigten. Die Felsenkirche wurde 1951 eingemauert, und erst 1989 wieder eröffnet. Vor dem Eingang steht ein Denkmal für Szent Istvan Kiraly, dem ersten König von Ungarn.


    Strassenbahnfahrt mit der Linie 41 zum Batthyany ter, hier hat man einen guten Überblick zum Pester Ufer und zum Parlament.


    Am Abend essen wir im Kulacs Etterem an der Ecke Dohany utca/Osvat utca. Paprikahendl (Chicken paprika with egg dumplings), Knoblauchkotlett (Garlic pork chops with sausage lecso) gemischt mit ungarisch/österreichischer Musik.


    Wir besichtigen das Burgviertel (erreichbar mit den Bussen 16 und 16A). Wegen der strategisch günstigen Lage war das Gebiet schom im 13. Jhdt bewohnt, König Bela IV ließ diese Burg bauen. Das Burgviertel liegt auf dem Burgberg in 180 m Höhe über dem Meeresspiegel. Stimmungsvolle Gässchen, zahlreiche Gaststätten, das Kavehaz Ruszwurm, Souvenirläden, Museen und Gebäude historischer Bedeutung kann man hier besichtigen. Zu Mittag essen wir im Arany Hordö Etterem mitten im Burgviertel und sind angenehm überrascht, gutes Preis/Leistungsverhältnis. Gulaschsuppe, Palatschinken.....fast wie zuhause.


    Die Matthiaskirche, die schönste und berühmteste Kirche in Budapest konnten wir leider wegen einer Messe nicht besichtigen.


    Die Fischerbastei befindet sich am Szentharomsag ter, sie ist ein relativ neues Bauwerk und wurde an der Stelle errichtet, wo im Mittelalter der Fischmarkt war, daher der Name. Die Fischerbastei im neuromanischen Stil dient allein dekorativen Zwecken, hier kann man das Panorama von Pest bewundern. Achtung! Hier wird das Hütchenspiel gespielt, leider lassen sich Touristen immer wieder auf dieses Spiel ein, man hat keine Chance zu gewinnen.


    Nicht weit von der Fischerbastei befindet sich in einer ruhigen Gasse das Labyrinth der Budaer Burg. Die in ihrer Größe weltweit einzigartigen Kalktuffhöhlen im Inneren des Burgberges sind in der Frühzeit der Erdgeschichte durch den Ausbruch warmer Quellen und durch Auswaschungen entstanden. So entstand das Labyrinth, die Wege zwischen den Felsenkellern wurden in den 1930er Jahren systematisch ausgebaut, als Teil des Kriegsprogramms entstand ein Luftschutzraum für 10.000 Personen.

Bei der Entdeckungstour im nicht ganz ernst gemeinten unterirdischen Labyrinth (Budavari Labirintus, Uri utca 9) kann man Höhlenmalereien bestaunen, nach dem Gewölbesaal erreicht man die Renaissance-Felsenhalle, in welcher als Höhepunkt des Besuchs ein Matthias Weinbrunnen leise vor sich hin plätschert. Im Labyrinth einer anderen Welt sind Ausgrabungen mit einem Alter von bis zu 40 Mio Jahren zu bestaunen. Trommelgeräusche machen das Ganze etwas mystisch. Spätestens beim Abdruck einer versteinerten Colaflasche (38 Mio Jahre alt) und eines Laptops sollte dann auch dem letzten Besucher klar werden, was es mit all diesen Gegenständen auf sich hat. Was bleibt wohl von all dem, was heute unser Leben ist, tatsächlich erhalten? Und wer wird es sich anschauen?


    Auf dem Gellert-Hegy, dem Gellert-Berg, ist die 1947 errichtete, 14 Meter hohe Szabadsag szobor - die Freiheitsstatue - ein Blickfang. Das Denkmal für den heiligen Märtyrerbischof Gellert befindet sich gegenüber der Elisabethbrücke am Südhang des gleichnamigen Berges auf der Budaer Stadtseite.


    Dann fahren wir mit der Drahtseilbahn vom Burgberg hinab zur Donau. 1870 wurde diese fast 100 m lange Bahn mit dem Namen Budavari Siklo eröffnet. Im Zweiten Weltkrieg wurde sowohl der Gleiskörper als auch die Wagen durch Bomben zerstört. Erst im Jahr 1983 wurde sie wieder aufgebaut.


    Die Kettenbrücke (Szechenyi Lanchid) wurde in der Zeit von 1839 bis 1849 auf Anregung des ungarischen Reformers Graf Istvan Szechenyi erbaut, dessen Namen sie trägt. Sie ist die älteste und bekannteste der neun Budapester Brücken über die Donau. Außerdem war sie bei ihrer Einweihung 1849 die erste Donaubrücke unterhalb von Regensburg.


    Heute essen wir im Rakoczi Grillhaz - All you can eat-Buffet in der Rakoczi utca um 2990 HUF pro Person. Ferenc II. Rakoczi wurde als Führer des Aufstandes gegen die Habsburger zum ungarischen Nationalheld.


    Das Hospital in the Rocks - Budapests geheimer Atombunker und Hospital für den Fall des Super-GAU's wurde 2008 eröffnet und bietet einen Überblick über die Geschichte der militärischen Krankenversorgung. Das Felsenkrankenhaus befindet sich unter der Budaer Burg. Im Burgberg verläuft ein 10 km langes Tunnel- und Höhlensystem. Die geheimen Räume dienten als Weinkeller, zu Zeiten der türkischen Herrschaft wurden hier die Frauen aus dem Harem versteckt und während des Zweiten Weltkriegs und der Revolution 1956 versorgte hier das Janos-Krankenhaus die verletzten Soldaten, in den 60er Jahren dienten sie als Atombunker und Phantomkrankenhaus. In den 1960er Jahren wurde die gesamte Ausstattung modernisiert und auf einen eventuellen Anschlag mit Nuklear- oder chemischen Waffen vorbereitet, alle Geräte sind zwar inzwischen fast 50 Jahre alt, aber immer noch in tadellosem Zustand. Spannende Details sind künstliches Blut, Gasmasken, Sirenen und 95 Wachspuppen in den Betten, am Herd, am Spülbecken, in der Telefonzentrale und in den Behandlungsräumen. Dass der Bunker einem nuklearen Angriff nie hätte standhalten können, ist zweitrangig: Hauptsache, auch Budapest konnte einen geheimen Bunker aufweisen. Der Eiserne Vorhang lässt grüßen.


Memento Park (mit der Linie 4 nach Fehervari, weiter mit dem Bus Nr. 150)
MEMENTO Park

Das Freilichtmuseum (Szoborpark, Statuenpark, erbaut 1993) entstand, als nach der politischen Wende Ende der 80er Jahre die Denkmäler des Sozialismus aus dem Straßenbild verschwanden. Der Park führt uns in die Zeiten zurück, wo halb Europa noch von den Kommunisten beherrscht wurde. Mehr als 40 Denkmäler, 100e Tonnen Kommunismus von Lenin, Marx, Engels, Statuen von sowjetischen Soldaten und Helden und Stalins Stiefel kann man besichtigen, quasi in Quarantäne. Eintritt 1500 HUF


    Auf der Rückfahrt nach Budapest kommen wir am Bazsalikom Vendeglö vorbei, das beste Gulasch und die Nockerln mit Schafkäse und Speck waren ausgezeichnet.


    Das Parlament (Orszaghaz) kann man als EU-Bürger kostenlos besichtigen (Reisepass nicht vergessen), aber nicht zu Pfingsten, und nicht wenn Regierungsmitglieder im Haus sind. Das Gebäude hat eine Länge von 268 m und eine Breite von 123 m und ist 96 m hoch. Es besitzt 10 Innenhöfe, 13 Personen- und Lastenaufzüge, 27 Eingänge, 29 Treppenhäuser, 691 Räume (darunter mehr als 200 Räume für offizielle Anlässe und Empfänge) und 365 Türmchen.


    Das Gebäude der Ungarischen Staatsoper (ungarisch: Operahaz) ist eines der prachtvollsten Beispiele der Neorenaissance-Architektur im Stadtteil Pest und wurde 1884 eröffnet. Zu finden ist es im VI. Bezirk (Terezvaros) an der Andrassy ut 22. Vor dem Gebäude findet man jeweils eine Statue von Ferenc Erkel, dem Komponisten der ungarischen Nationalhymne, und von Franz Liszt.


    Das 1898 eröffnete Cafe Müvesz (Künstlerkaffeehaus) nahe der Budapester Oper erinnert mit der vergoldeten Stuckverziehrung, den gewaltigen Spiegeln, Messingwandleuchtern und den vergoldeten Bilderrahmen an einen bürgerlichen Salon des 19. Jdht.

K&aumll;seplatte



Abendessen im Komedias Kavehaz
in der Nagymezö utca 26:
Käseplatte mit Piano Musik, sehr edel!


    Szabadsag ter ist einer der imposantesten Plätze der Stadt, umgeben von Gebäuden im Jugendstil, große Parkanlage. Auf der Nordseite des Platzes steht das Denkmal zu Ehren der gefallenen russischen Soldaten aus 1945, es ist heute das einzige kommunistische Denkmal, das seit der politischen Wende von seinem Platz nicht entfernt wurde.


    Weiter geht's zur St. Stefan Basilika, die 96 m hohe Kuppel der größten Kirche Budapests ist von fast allen Punkten der Stadt zu sehen. Die Kirche wurde 1905 fertiggestellt, erbaut im klassizistischen Stil und ist dem heiligen Stefan gewidmet. Der dunkelrote, schwarze und weiße Marmor, die Edelsteine in der Kuppel sind einfach überwältigend anzusehen. In der Mitte des Hauptaltars befindet sich eine Statue von St. Stephan.


    Die Elisabethbrücke (Erzsebet hid) ist eine der heute 9 Donaubrücken in Budapest. Die Brücke ist nach der österreichischen Kaiserin und ungarischen Königin Elisabeth benannt. Die ursprüngliche Brücke war eine Kettenbrücke. Es war die vierte Brücke in Budapest, erbaut von 1898 bis 1903. Sie ist die einzige der Brücken in der Hauptstadt Ungarns, die nach dem Krieg nicht originalgetreu wiederaufgebaut wurde. Spannweite von 290 m.


    Zum Schluss machen wir noch eine Hop on-Hop off City Tour, wir bekommen eine Gruppenermäßigung, statt 4.500 HUF zahlen wir nur 3.500 HUF pro Person. Vom Doppeldeckerbus aus kann man die wichtigsten geschichtlichen und kulturellen Denkmäler sehen. Wir fahren mit der gelben Linie durch die Innenstadt von Budapest an der Synagoge vorbei, wechseln dann zur roten Linie, so kommen wir nochmals zum Gellertberg und zum Burgviertel.


    Budapest macht uns den Abschied leicht, denn nun endlich ist der von Werner vorhergesagte Regen da, wir bringen unsere Freunde wieder zum Flughafen.
   Adieu, auf Wiedersehen, bis nächstes Jahr!


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