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Reisebericht Jordanien vom 06.03 - 13.03.2005


Haben Wien am 6.3. 2005 mit 1/4 stündiger Verspätung um 11.15 Uhr hinter uns gelassen.
Der Flug war ruhig, zum Teil wolkenlos, so konnte man die griechischen Inseln sehr gut sehen.
Auch beim Anflug auf AQABA, unser Ankunftsort in Jordanien, hatten wir sehr gute Sicht. Ankunft-Ortszeit 15.49 Uhr.

fotoAQABA

Jordanien erhielt von SAUDI-ARABIEN die Stadt AQABA im Jahre 1925 im Tausch gegen ein Stück Wüste.
Der Flughafen AQABA ist sehr klein, nur ein Förderband, man hat den Eindruck als käme sowieso nur ein Flugzeug pro Tag hier an.
Alles ganz ruhig und ohne Hektik. Auch die Einreiseformalitäten gingen sang- und klanglos vorbei.
Die Reisepässe der ganzen Reisegruppe wurden eingesammelt und von ZUHEIR (unserem Reiseleiter),
kaum dass wir unsere Koffer hatten, schon wieder ausgeteilt.
AQABA's Flughafen liegt nahe der israelischen Grenze und nur 7 Minuten und 23 Sekunden (wie ZUHEIR zu sagen pflegte) von der Stadt entfernt.
Wir werden mit dem Bus ins Hotel AQUAMARINA II, Hotel District Downtown, gebracht. Strahlender Sonnenschein,
ca. 25 Grad - endlich haben wir das trostlose Wienwetter hinter uns gelassen.
Auch im Hotel geht alles erstaunlich schnell, innerhalb einer 1/4 Stunde hatten alle ihre Zimmerschlüssel
und Kofferaufkleber mit der Zimmernummer.
So konnten wir die Zeit bis zum Abendessen nutzen und uns schon mal einen ersten Eindruck von AQABA machen.
AQABA ist eine kleine Stadt mit Geschäften aller Art. Antiquitäten, Kunsthandwerk und Souvenirs können hier erstanden werden.
Auf dem Markt werden Gemüse, Fisch und Gewürze in allen Variationen des Orients angeboten.
Die Leute sind sehr freundlich, überall hört man "WELCOME". Sie versuchen sehr schnell Kontakt aufzunehmen, die meisten sprechen Englisch, aber auch sehr viele Deutsch.
Natürlich gibt's auch wie in allen anderen Ländern einige Bettler, doch sie sind nicht sehr aufdringlich.
Abends entsteht durch die Beleuchtung ein romantisches Feeling.

Abendessen um 20.00 Uhr: Buffet - ist wie auch in anderen Ländern, immer eine lauwarme Sache.
Im Hotel ist Alkohol problemlos zu bekommen, aber nicht unbedingt billig. Große Auswahl an Vorspeisen wie: Schafkäse, Salate, Melanzanipüree, Zucchini, Fladenbrot Hauptspeisen: Cous Cous, Hendl, Fisch Dessert: Köstlichkeiten wie Baklawa, Kokosschnitten, aber auch wackelpuddingähnliche Substanzen, die nicht jedermanns Geschmack treffen.

Frühstück: ebenfalls Buffet, pizzaähnliche Teigstücke mit einer Gewürzmischung (schmeckt sehr gut mit Schafkäse und Olivenöl) Joghurt, Müsli, Ei, Salate, Palatschinken, und komischerweise Erdäpfelpüree.

fotoWADI RUM Tal des Mondes
Jeepfahrt durch's WADI RUM. Wir fahren mit Peter, Martina, Ernst und Christl in einem Toyota.
Unser Auto hat schlechte Bremsen, was aber den Fahrer in keinster Weise daran hindert, alle anderen zu überholen.
Auch Lawrence von Arabien nutzte WADI RUM mit seinen Bergen, Felsen und Höhlen als Versteck.
Hier wurde auch der Hollywood-Film mit Peter O'Toole gedreht.
Höchster Berg Jordaniens, der Mount Adami mit 1750 Meter.
WADI RUM ist seit ca. 3000 Jahren bewohnt, dies belegen thamudische Inschriften, nabatäische Wasserleitungen.
Schwarze Iris - Jordaniens Nationalblume. Naturschutzgebiet, darum gibt es nur geführte Touren durch diese Landschaft.
Die Strasse, die ins "WADI RUM" führt, endet bei einer kleinen, staubig-verwehten Ortschaft.
Wir fahren in ein Wüstental, das im weiten Kreis von hohen Bergen umstellt ist.
Urbilder einer Landschaft, die es lange vor den Menschen gab.
Die Stille im Tal ist von einer solchen Gewalt, dass man sogar das Blut in den Ohren rauschen hört.

Die Beduinen in Jordanien leben in flachen, schwarzen Zelten, auch hier in der Wüste. Die Beduinen bewohnen das Gebiet des Wadi Rums. Durch die schwierigen Lebensbedingungen (z.B.: Sandstürme, giftige Tiere,...) schließen sich 5 - 7 Familien zusammen
und bilden Gruppen von bis zu 60 Personen. Die Zelte werden von den Frauen aus Schafs- und Ziegenwolle gewebt.
Das Frühstück der Beduinen besteht aus Brot und Käse und das Mittagessen aus Brot und Butter. Zu den Mahlzeiten wird Tee getrunken.
Die Männer sind tagelang auf der Suche nach einer neuen Wasserquelle, während die Frauen den Haushalt führen.
Die Mädchen werden mit Eseln zu den Wasserquellen geschickt, um Wasser zu holen. Sie treffen dort junge Männer und heiraten im
Durchschnitt mit 16 Jahren, wobei die Männer 19 Jahre alt sein sollten. Zuerst wird die Mutter über die Heirat informiert,
dann wird der Vater um die Zustimmung gebeten. Das Brautgeld wird mit Ziegen, Schafen und Kamelen beglichen.
Nach der Heirat bezieht das Paar ein Zelt neben dem Zelt des Vaters der Braut. Bei einer Geburt eines Jungen wird ein großes Fest gefeiert,
Geldspenden und Gold werden überreicht. Es ist wichtig, daß das älteste Kind ein Junge ist. Die Beduinen entwickelten eine eigene
Sprache, die von den Arabern nicht verstanden wird. Kopftücher der Beduinen Da das Wüstenklima viel Staub und beträchtliche Temperaturschwankungen mit sich bringt, tragen die Beduinen Kopftücher.
Die Farbe der Tücher gibt Auskunft über seinen Träger: rot - weiß Jordanier schwarz - weiß Palästinenser weiß Dörfler und Bauern.
Es gibt aber auch Beduinen, die in betonierten Häusern in Dorfgemeinschaften leben.
Sie sind stolze Menschen, die ihre Abstammung auf Fatima, die Tochter Mohammeds, zurück führen und sich als Nachfolger der Nabatäer verstehen.

AD DISA (Desert Valley)
Wir waren in einem Beduinencamp zum Mittagessen, auch hier eine große Auswahl an Vorspeisen, Lamm und Huhn gegrillt.
Hier kann man auch in 2 Personen-Zelten übernachten.

Fahrt von AQABA nach AMMAN, (früher Rabat Amun), Wüste, Wüste, Wüste, Jordanien ist steinreich. 3 Busse voll mit Österreichern werden in ca. 4 Stunden die jordanische Hauptstadt erreichen.

fotoAMMAN
In AMMAN wohnnen ca. 2 Mio Menschen. Ankunft: 18.30 Uhr, es ist wesentlich kühler als in AQABA,
Hotel San Rock, 6 th Circle, West Amman, 950 m über dem Meeresspiegel.
Auch hier wieder: unbürokratisch und schnell, Kuverts mit Schlüssel, Kofferaufklebern sind schon in der Hotelhalle vorbereitet, kurze Erfrischung, duschen, umziehen, auf zum Buffet.
Viele verschiedene Vorspeisen, Reis, Fleischbällchen, Hendl, Kartoffelpüree mit Faschiertem (Hackfleisch), Gemüse.

Abends die nähere Umgebung des Hotels unsicher gemacht, schöne Häuser, hier wohnen scheinbar eher die Besserverdienenden, manche haben kleine Eiffeltürme (Antenne) auf ihren Hausdächern.
Stadtrundfahrt in AMMAN. Einst auf sieben Hügeln erbaut, heute sind's 22 Hügel.
Aus der Ferne gesehen verschmelzen die überwiegend niedrigen Steinhäuser zu einem abstrakten Gemälde aus Weiß-, Ocker- und Beigetönen.
AMMAN bietet viele historische Sehenswürdigkeiten und eine moderne Infrastruktur.
Einer der höchsten Punkte AMMANs ist ein Hügel mit frühen Festungsanlagen, der heute Ort zahlreicher Ausgrabungsprojekte ist. Spuren der neolithischen Periode, der hellenistischen wie auch der späteren römischen und islamischen Zeit werden hier von Archäologen gesichert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dieser Hügel ist als die Zitadelle bekannt und umfasst viele Bauwerke wie etwa den Herkulestempel, den Omaijadenpalast und eine byzantinische Kirche. Am Fuße der Zitadelle liegt ein römisches Amphitheater mit 6000 Plätzen, das in einen Hügel hineingemeißelt zu sein scheint. Es wird immer noch für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Das Archäologische Museum bietet Einsichten in die Geschichte und Kultur, z.B. die Kopie der berühmten Mesha-Stele eine kostbare Sammlung von Schriftrollen vom Toten Meer aus der Zeit um 720 nCh. Im Folkloremuseum sind traditionelle Trachten, Musikinstrumente und Beduinenzelte zu sehen. Wohnungsmiete in AMMAN sehr teuer, Jordaniens Familien haben im Durchschnitt 6,7 Kinder, daher brauchen sie auch große Wohnungen. Hier gibt es 3 Monate Schulferien. Privatschule - Uniform, staatliche Schule fast gratis. Die Kinder gehen 12 Jahre zur Schule - haben dann den Höheren Abschluss - gleichzustellen mit Matura. Es gibt 22 Universitäten. Nummernschilder der Autos: grün - Busse, Taxi, Mietwagen weiß - Privatwagen schwarz - nicht verzollt rot - Beamte Strafpunktesystem: bei 20 Pkt ist der Führerschein futsch.

foto OMAYYADENSCHLÖSSER - Desert Castles
Als Verteidigungsanlagen entstanden einige Forts unter den Römern bzw. in byzantinischer Zeit.

QUASR AL AMRA
Vom Österreicher ALOIS MUSIL 1898 entdeckt. Es gehörte einst zu einem viel größeren Baukomplex, von aussen unscheinbar, jedoch im Inneren einige Kostbarkeiten. Die Wände sind mit farbenfrohen und erstaunlich auch mit lustvollen Abbildungen ausgestattet. Auch christliche Symbole findet man hier. Aus der Literatur geht hervor, dass die damalige Idealfrau so dick war, dass sie nur schwer aufstehen konnte und bei schnelleren Bewegungen atemlos wurde, ihr Po sollte so ausladend sein, dass sie Schwierigkeiten hätte, durch Türen zu gehen.

QASR EL AZRAQ
relativ gut erhaltene Anlage aus blauschwarzem Basalt in großer gleichnamiger Oase.
200 nCh errichtet. Der Wärter führt am Eingang gern die noch vorhandene und funktionsfähige, tonnenschwere Basalttür vor. 1917/18 schlug Lawrence von Arabien hier sein Winterquartier auf.

QASR EL KHARANAH

zwar besterhaltenes Wüstenschloss, aber wenig Atmosphäre.

Rückfahrt nach AMMAN, durchs Villenviertel, aber leider Gegenlicht, daher keine Fotos.
Wir kommen zur Amerikanischen Botschaft und ZUHEIR sagt: Bitte jetzt nicht fotografieren.
Wir halten uns alle daran, trotzdem werden wir zur Seite gewinkt, große Aufregung,
Angestellte der Amerikanischen Botschaft behaupten, jemand aus unserem Bus hätte fotografiert
- WER? Natürlich Ernst (bzw. Uschi),
Natürlich muß er die Fotoapparate herzeigen und trotzdem sich keine Bilder der Amerikanischen Botschaft darauf befinden,
muß er auch noch seinen Reisepass herzeigen. Wahrscheinlich steht sein Name nun auf der Watchlist.
Die Jordanische Kriminalpolizei ließ uns durch ZUHEIR ausrichten, dass diese Aktion nur von den Amerikanern ausging.

  Dann können wir weiterfahren.
Wir hatten aber noch Glück, denn es wurde noch ein anderer Bus aufgehalten.
Einem deutschen Urlauber wurde die Kamera weggenommen.
Wieder in Wien , haben wir bei der Amerikanischen Botschaft Meldung über diesen Vorfall gemacht,

So kann man mit unschuldigen Menschen nicht umgehen.

fotoReaktion der US-BOTSCHAFT:
foto02.11.2005 Weitere Reaktionen der USA

Dabei kann man Bilder jederzeit im Internet finden:

Abendessen: geschmacklich gut, aber nicht gerade warm, Reis, Nudeln, Gemüse, Fisch, Eintopf,

fotoJERASH/GERASA
Wie jeden Morgen Abfahrt um 8.30 Uhr. 44 km von AMMAN entfernt.
Antike Stadt im Norden Jordaniens geniesst den Ruf als die besterhaltenste römische Stadt der Welt.
Einmal jährlich erwacht Jerash zu neuem Leben: Das Jerash-Festival unter der Schirmherrschaft von Königin Noor
ist das Kulturereignis der Region.
Seit 1981 treten immer im Sommer zwei Wochen lang Künstler und Musiker aus aller Welt auf.
Die Stadt erstreckte sich über eine Gesamtfläche von 84 Hektar,
das ovale Forum (auch als Agora bezeichnet)ist der weltweit einzigartige elliptische Marktplatz
und misst 90 x 80 Meter, verfügt über eine zentrale Säule und ist ringsherum von Säulen begrenzt.
Nach fast 2000 Jahren und diversen Erdbeben grenzt es an ein Wunder,
dass noch 56 ionische Originalsäulen erhalten geblieben sind.
Dies hängt damit zusammen, dass Jerash vollkommen mit Sand bedeckt war und Verwitterung und Erdstöße dadurch abgefangen werden konnten.

Der Cardo Maximus ist eine schnurgerade nach Norden gerichtete, 800 Meter lange Pflasterstraße, die vom ovalen Forum bis zum nördlichen Stadttor verläuft.
Das Südtheater von Gerasa fasst 5000 Zuschauer auf zwei Rängen à 29 alphabetisch geordnete Sitzreihen
14 in drei Sitzkeile unterteilte Reihen auf dem unteren Rang sowie 15 in acht Sitzkeile unterteilte Reihen im oberen Rang.
Und nicht nur diese Zuschauerreihen, sondern auch die mit Säulengängen, Nischen und monumentalen Toren dekorierte Bühne ist in einem ausgezeichneten Zustand konserviert.
Das Theater wurde von den Archäologen 1953 restauriert und wird dank seiner ausgezeichneten Akustik gern für Veranstaltungen genutzt.
Auch wir werden musikalisch begrüßt, leider regnet es zeitweise sehr stark. Hadrianstor - zu Ehren des römischen Kaisers 129 nCh erbaut.

TOTES MEER
Weiterfahrt zum Toten Meer, leider kein schönes Wetter, 410 Meter unterhalb des Meeresspiegels.
Salzgehalt von ca. 30 %, die Wissenschafter gehen davon aus, daß im Toten Meer über 40 Milliarden Tonnen Mineralien gelöst sind.
Es kommt keinerlei Badestimmung auf. Manche probieren's doch, Ernst zum Beispiel, ich begnügte mich mit rituellen Waschungen,
die Haut fühlt sich nachher ganz klebrig an, aber wirklich weich.
ZUHEIR, der alte Charmeur, behauptet, nachdem Bade sieht man 10 Jahre jünger aus.

foto MADABA
Folgt man von der jordanischen Hauptstadt Amman aus der alten Königsstraße nach Süden erreicht man nach einer etwa halbstündigen Fahrt die Kleinstadt Madaba.
Über die Grenzen Jordaniens hinaus ist Madaba als "Stadt der Mosaike" bekannt.
Heute ist Madaba besonders für seine wunderbare byzantinische Mosaiklandkarte aus dem 6. Jhdt. n Ch,
die das gesamte Heilige Land mit Jerusalem als Mittelpunkt sowie zahlreiche Szenen aus dem Alten und Neuen Testament zeigt, bekannt.
Die Landkarte wurde 1896 entdeckt. Sie hatte ehemals eine Größe von 25 mal 5 Metern und wurde aus zwei Millionen Mosaiksteinen gelegt.
Noch heute schmückt sie den Fußboden der St. Georgs Kirche der griechisch-orthodoxen Gemeinde Madabas.

MOUNT NEBO
10 km westlich von Madaba liegt der Berg Nebo - ein heiliger Ort sowohl für das Juden- und das Christentum sowie für den Islam.
Die Bibel berichtet, daß der Prophet Moses nach vierzigjähriger Wanderung aus Ägypten von hier aus zum ersten Mal des Gelobte Land erblickte. Besucher können es Moses gleichtun und vom Hochplateau aus auf das Tote Meer, den Jordangraben, die Westbank und bei guter Sicht sogar auf Jericho, Jerusalem und Bethlehem blicken, wir natürlich nicht, wir hatten wieder mal unsere Wagnerwolke mit.
Es heißt, Moses sei auf Berg Nebo gestorben und begraben. Die Kirche hier oben war daher schon immer eines der bedeutendsten christlichen Heiligtümer des Orients und weist prächtige Mosaike auf. Sie wurde am Ende des 5. Jh. in eine byzantinische Basilika umgebaut.
Heute gehört der Gipfel dem Franziskanerorden, der hier ein Kloster betreibt.

STRASSE DER KÖNIGE
Der malerische King's Highway bietet eine der schönsten Möglichkeiten, Jordanien zu entdecken. Die antike Königsstraße verläuft auf der Trasse einer uralten, rund 400 km langen Karawanenroute von Amman ins südliche Aqaba durch gebirgige Landschaften und Trockenflußtäler.

WADI MUJIB
Mujib ist der Name des jordanischen Flusses, der von Osten kommend auf einer Höhe von 410 Metern unter dem Meeresspiegel im Toten Meer mündet.
Auf seinem Weg zur Mündung bildet der Fluss eine spektakuläre Schlucht aus Jahrtausende altem,
farbigem Sand - und Kalkstein, die auch als Grand Canyon Jordaniens bezeichnet wird.
In dieser Umgebung finden sich noch Exemplare seltener Tiere wie des Nubischen Steinbocks, des Syrischen Wolfes oder auch des Ägyptischen Mungos sowie viele der insgesamt 22 in Jordanien heimischen Orchideenarten. Mehr als 400 Pflanzenarten wurden bei einer Studie im Jahre 1996 erfasst.

KERAK
1132 von christlichen Kreuzrittern erbaut und war unter Balduin I. wichtigste Festung.
Die Kreuzritter eroberten das Hochland oberhalb des Toten Meeres und errichteten dort eine Verteidigungslinie
mit mehreren Burgen auf den Kämmen der Berge.
Mit Hilfe dieser Kette überwachten sie im 12. Jh. die wichtigen Karawanenstraßen zwischen Ägypten und Syrien
und beherrschten das Land.
Die Burganlage von Kerak hatte gewaltige Ausmaße.
Die hohe Zitadelle nimmt das Plateau auf ganzer Länge von 250 m ein und beeindruckt innen mit einem Labyrinth aus verschachtelten Räumen, Hallen und Kreuzgängen, Galerien, Geheimwegen und riesigen Küchen.
Kalter Wind bläst uns um die Ohren.
Am Abend Ankunft im AIN MOUSA-Tal, im Hotel AMRA PALACE, Downtown Wadi Mousa.

foto PETRA
Das Wunder im Herzen Jordaniens, 950 Meter über dem Meeresspiegel.
Unbestritten die größte touristische Attraktion Jordaniens ist Petra, die rosarote Nabatäerstadt im Süden des Landes.
Erst im Jahre 1812 von dem englisch-schweizerischen Forscher John Lewis Burkhardt entdeckt.
Der Nachwelt erhalten geblieben sind um die 1000 zum Teil mit herrlichen Fassaden geschmückte Felsengräber und Tempel,
ein Theater und mehrere Opferplätze.
Das gesamte Gebiet von Petra mißt mehr als 20 Kilometer im Durchmesser und ist noch lange nicht vollständig ausgegraben.
Den einzigen Zugang nach Petra bildet ein fast zwei Kilometer langer Siq, eine natürliche, durch Erdbeben entstandene,
enge Felsspalte, die dem Verlauf eines ausgetrockneten Flußtals folgt.
Diese nur wenige Meter breite, offizielle Straße nach Petra ist in erster Linie Verkehrsweg,
hatte aber auch eine religiöse Bedeutung, denn er sollte die Besucher auf die Stadt vorbereiten.
Steilwände von oft über 100 Metern Höhe ragen zu beiden Seiten der ehrerbietenden Schlucht auf.
Der Weg durch diesen Siq führt in das Herz der Stadt, der Ausgang befindet sich direkt gegenüber des sogenannten Schatzhauses,
des wohl schönsten und berühmtesten Baudenkmals von Petra.
Der Name Petra stammt aus dem Griechischen und bedeutet Felsen. Hier lebten die Nabatäer.
Sie erhoben Wegezölle, versorgten die vorbeiziehenden Karawanen mit Wasser, Nahrung und Unterkunft
und betrieben einen regen Handel mit Weihrauch, Myrrhe, Gewürzen und Seide.
Sechs Jahrhunderte lang war Petra ein wichtiges Etappenziel an dieser unumgänglichen Karawanenstraße.

Khazne Faraun, das sogenannte Schatzhaus, ist das Wahrzeichen Petras.
Der Anblick der hohen, nach einer letzten Biegung des Siqs durch den Spalt blitzenden, Fassade ist unvergeßlich.
Zu den weiteren Höhepunkten Petras gehört ein römisches Theater mit 33 Stufenreihen für mindestens 5000 Zuschauer,
das zu Beginn des 1. Jhdt nCh vollständig in den Fels gebaut und erst 1961 von amerikanischen Archäologen wieder ausgegraben wurde.
Weitere bedeutende Zeugnisse der Nabatäerkultur sind eine hochgelegene 65 Meter lange Opferstätte,
die wir nachmittags mit Sabine, Helene und Manuel bergauf, bergab besuchten.
Bei den immer noch andauernden Ausgrabungsarbeiten konnten die Archäologen auch immer wieder Zeuge
der beachtlichen Fähigkeiten der Nabatäer auf dem Gebiet der Wasserbautechnik werden.
Nabatäische Baumeister errichteten vor fast 2000 Jahren einen 88 Meter langen und 6 Meter hohen Felstunnel,
um das lebenswichtige, während der Regenzeit jedoch für die Stadt bedrohliche Wasser des Wadi umzuleiten und kontrolliert nutzen zu können.
Ohne diesen Tunnel wäre das Wasser mit solcher Macht durch die Schlucht direkt in die Stadt hineingeflossen, daß es sie zerstört hätte.
Sogar das Regen- und Kondenswasser wurde gesammelt und nach Petra geleitet.
Noch heute ist der Wasserkanal sichtbar, der sich in einer Höhe von etwa 1 Metern entlang der Wände des Siqs zieht.
Wir waren von 9.30 Uhr morgens - Mittagsrast 1/2 Stunde - bis 17.00 Uhr in PETRA unterwegs.
Diese Nacht haben wir sehr gut geschlafen.

Weiterfahrt zurück nach AQABA.

Stadtrundfahrt.
Ungefähr die Hälfte unserer Gruppe geht zu Mittag Fisch essen. Nachmittags dürfen wir frei herumlaufen.
Hier stand die erste christliche Kirche, bei den Grundmauern von AILAH.
Wir schlendern durch den Souk von AQABA. Viele Geschäfte, wir plaudern mit Fadel Al-Baba, an der Ecke zum Gemüse-Markt,
er spricht sehr gut deutsch und wir hatten viel Spass mit ihm, wir kaufen Kaffee und Gewürze.
Später waren wir noch bei Mohamed Bedouin, in seinem kleinen Geschäft gibt's arabische Mode, Wasserpfeifen usw.
Hier wurden wir verkleidet. Abends unser letztes Buffet, um 2.00 Uhr nachts wurden wir geweckt.
Ein kleines Frühstück und schon brachten uns ZUHEIR und unser Busfahrer zum Flughafen.
Wiederum ging alles ohne Probleme, unbürokratisch, für uns unerklärlich hatten wir einen 1/2 stündigen
Aufenthalt an der Rollbahn, dann ging's um 5.30 los.
Dieses Flugzeug machte zwar keinen sehr guten Eindruck,
(Triebwerksgeräusche, die einem Angst machten, beim Sitz 19 G war die Ablageklappe kaputt und der Teppich war lose)
trotzdem kamen wir in Wien um 8.50 Uhr müde an.

Wir wurden von einem Fahrer der Firma C&K abgeholt und gut nach Hause gebracht.
Wir waren mit der Organisation dieser Rundreise äußerst zufrieden.

Gebucht bei ers-touristik/HOFER-Reisen.
JORDANIEN Ländername: Haschemitisches Königreich Jordanien/ Al Mamlaka Al Urduniyya Al Haschimiyya
Größe: 97 740 Quadratkilometer,
laut ZUHEIR sollen es 89.000 Quadratkilometer sein.
Bevölkerungszahl: circa 5,9 Millionen, laut ZUHEIR ist aber die letzte Volkszählung noch nicht abgeschlossen,
daher weiß es eigentlich keiner so genau.
Lage: Vorderasien Nachbarländer: Israel,Syrien, Irak, Saudi-Arabien
Klima: Wüstenklima, im Jordantal und an der Rotmeerküste subtropisch
Zeitzone: MEZ +1 Stunde
Währung: 1 Jordan-Dinar = 100 Piaster = 1000 Fils
Kurs am 12.03.2005 - 1 EURO = 0,914 Jord.Dinar
Es weden auch EURO und US-Dollar angenommen (dann wirds meist teurer)
Sprachen: Arabisch, Englisch weit verbreitet, viele sprechen auch Deutsch
Religion: Überwiegend Islam, sowie Juden und Christen



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